Betende Hände

ÜBER UNS

Grundlegendes Anliegen der Vernetzten Ökumene Wien ist es, auf breiter Basis ein besseres Verständnis für die Vielfalt der christlichen Kirchen zu verbreiten

Die Idee einer Vernetzung verschiedener pfarrlicher Ökumen-Initiativen entstand im Ökumenekreis 19: Mit Jahresbeginn 2002 hatten Elisabeth und Hans-Joachim Lutter als konfessionsverbindendes Paar (sie röm.kath., er evang.A.B.) die Leitung dieser ökumenischen Zusammenarbeit der damals noch zwölf katholischen Pfarren des Wiener Dekanats  19 mit je einer Vertreterin der syrisch-orthodoxen und der altkatholischen Kirche sowie mit der evangelischen Gemeinde Wien-Döbling (Weinbergkirche) übernommen. Schon bald war klar, dass eine bessere öffentliche Wahrnehmung des Anliegens der Ökumene nur durch den Synergie-Effekt einer vernetzten Zusammenarbeit über Pfarrgrenzen hinweg möglich war. Gegen anfängliche Widerstände konnte Elisabeth Lutter verständlich machen, dass die ökumenischen Anliegen der Basis an die Kirchenleitung herangebracht werden müssten, um auch auf Entscheidungsträger-Ebene zu einem neuen  Ökumene-Denken und -Handeln  zu führen. So wurde erreicht, dass sich zunächst die Wiener Nachbardekanate  19. und 18. mit ihren Ökumene-Initiativen zusammentaten, dann die ebenfalls benachbarten Dekanate  17. , 15. und 13., 12. und 20.  für diese Kooperation gewinnen konnten und schließlich gemeinsam dafür eintraten, dass die jeweiligen Ökumene-Beauftragten der überpfarrlichen Dekanate in den Ökumene-Beirat des Vikariatsrates Wien-Stadt berufen wurden (2005). 
 

Was ist in dieser Kooperation bisher geschehen? Es finden etwa vierteljährliche Ökumene-Ausschuss-Sitzungen statt, eine Homepage „ökumene.wien“ wurde installiert, ein festes, dem liturgischen Jahreskreis folgendes (etwa monatliches) Programm ökumenischer Vortrags-, Meditations- und/oder Gebetsveranstaltungen wurde entwickelt und wird durch Aussendung an alle Wiener Pfarren (und darüber hinaus Privatpersonen) bekanntgegeben. In den Ökumene-Ausschuss werden in regelmäßigen Abständen die leitenden Personen der im Ökumenischen Rat der Kirchen Österreichs vertretenen Konfessionen zu „Ökumenischen Gesprächen“ eingeladen, um die Kenntnis der christlichen Kirchen voneinander zu vertiefen und in die Pfarren hinauszutragen. Einmal jährlich findet im gleichen Anliegen ein Ökumenisches Symposion statt, das vom Ökumene-Ausschuss des Vikariats an den ÖRKÖ herangetragen und dann gemeinsam (mit der Stiftung Pro Oriente) organisiert wird. Vor allem die Intensivierung des christlich-jüdischen Dialogs ist der Vernetzten Ökumene  Wien ein besonderes Anliegen: sie entwickelte eine eigene Gestaltung des „Tags des Judentums“ (17. Jänner) unter dem Motto „Christen und Juden miteinander“, wofür sie im Reformations-Gedenkjahr 2017 den Ökumene-Preis erhielt.

 

Grundlegendes Anliegen der Vernetzten Ökumene Wien ist es, auf breiter Basis ein besseres Verständnis für die Vielfalt der christlichen Kirchen zu verbreiten, auch durch den persönlichen Kontakt bei regelmäßigen Veranstaltungen zu vertiefen und damit dazu beizutragen, dass eines Tages „sie (die Jünger Jesu) alle eins seien“, wie es das ‚Testament Jesu‘ in seinen ‚Abschiedsreden“ verlangt.