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Zusammenfassung des Impulsvortrages von Bischof Andrej Cilerdzic

Bischof Andrej Cilerdzic verweist auf sein Theologie-Studium an der Uni München, wo neben römisch katholischer und evangelischer Fakultät auch ein Lehrstuhl für Orthodoxie besteht, und beruft sich auf den Generalsekretär des Weltkirchenrates, Konsistorialrat Reiser (Berlin) als Zeugen seiner folgenden Darlegungen.


Die gelebte Pluralität sei für die Kirchen eine große Herausforderung. Sind Lösungen von Konflikten in/durch Ökumene (Vorurteile abbauen, Vertrauensbildung, Raum für Begegnung der Konfessionen) möglich? Zur Gewaltlosigkeit gehört das Sich-Einlassen auf andere! Feindschaft steht gegen dieses Sich-Einlassen, dieses ist eine Antizipation von Gottes Liebe! Im Evangelium überwindet Liebe die Gewalt. Jesu Opfer zerstört die Gewalt! Dagegen erleben wir die unheilige Allianz von Religion und “gerechtem Krieg”. Der Pazifismus bedeutet, dass dem Einsatz von Gewalt jede Legitimation entzogen wird! Was sind Wege zum gerechten Frieden? Die Charta der Vereinten Nationen zeigt friedliche Mittel zur Konfliktlösung auf, aber der Sicherheitsrat ist gelähmt. Waffen können nie Frieden schaffen! Die Bibel ist zwar voll von Gewaltbildern, aber dagegen steht: die Schöpfung ist gut! Und der Glaube Davids: die Schwachen müssen wieder in ihr Recht eingesetzt werden! Die Psalmen übergeben die Verantwortung dafür an Gott. Auch Jesus vermittelt deutlich eine Absage an die Gewalt. Die ökumenische Bewegung muss sich auf Mittel gegen die Gewalt beziehen!


-Elisabeth Lutter

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